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Ausgabe 141  I  1. Juni 2026
Liebe Leserin, lieber Leser,

Ju-hu-ni. Der Countdown zum Jahresbergfest nimmt Fahrt auf. Und was steht seit fast einer Dekade am Ende von Q2? - Richtig: Der Wechsel von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur von UKW auf DAB+. Am 30. Juni bei 21 Sendeanlagen an 17 Standorten in 6 Bundesländern. In Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein stellt auch Klassik Radio um auf digitale Verbreitung mit DAB+. Und an der Mosel baut der SWR die Versorgung mit dem Radiostandard von heute aus. Sogar im Mittelmeer geht der Nachfolger von UKW endlich dauerhaft vor Anker. Auf Hochtouren läuft also nicht nur der Sommer, sondern auch die digitale Transformation des Rundfunks. Zu dem liefert übrigens unser neuer Magazin-Artikel neue Einblicke und Hintergründe. Klicken Sie ruhig rein.

Und während Sie gerade Ihrem Lieblingssender fröhnen - nutzen Sie die Handfreiheit doch kurz, um eines unserer DAB+ Radios zu gewinnen. Wir drücken Ihnen die Daumen und wünschen viel Freude bei der Lektüre!

Ihr Team des Digitalradio Büro Deutschland

News
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DAB+ bundesweit: Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur stellen in ausgewählten Regionen auf DAB+ um

Deutschlandradio treibt die Digitalisierung des Hörfunks weiter voran. In ausgewählten Regionen mit sehr gutem DAB+ Empfang schalten Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur einige UKW-Sender am 30. Juni 2026 ab. Damit endet dort die parallele Verbreitung von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur über UKW und DAB+.

Sie müssen deshalb nicht auf den Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur verzichten. Wie die anderen Deutschlandradioprogramme, Deutschlandfunk Nova und der Sonderkanal Dokumente und Debatten, sind auch der Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur digital über Antenne empfangbar. Zusammen mit neun weiteren privaten Programmen sind die vier Programme dann bundesweit im DAB+ Kanal 5C zu hören. Das Digitalradio Büro und Deutschlandradio begleiten die Umstellung. Über die konkreten Maßnahmen vor Ort informieren wir hier:

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DAB+ auf Mallorca und Ibiza: Offizielle Vorstellung digitaler Rundfunkangebote auf den Balearen

IB3 Ràdio, die Balearenregierung und der Netzbetreiber Cellnex haben auf Mallorca die erste landesweite DAB+ Radionetzstruktur einer autonomen Region in Spanien vorgestellt. Das Projekt gilt als wichtiger Schritt in der digitalen Transformation und positioniert die Balearen als Vorreiter bei der Modernisierung des Radios.

Mit dem neuen Netz sendet IB3 Ràdio bereits seit März digital und bietet den Hörern bessere Klangqualität, weniger Störungen sowie zusätzliche Informationsdienste über das Radiodisplay.

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DAB+ in Rheinland-Pfalz: SWR verbessert Empfang

Der Südwestrundfunk (SWR) baut sein Sendernetz für den digitalen Radioempfang DAB+ in Rheinland-Pfalz weiter aus. Durch die Inbetriebnahme des Standorts Neumagen verbessert sich die DAB+ Versorgung mit den SWR Programmen im Moseltal zwischen Detzem, Klüsserath und Brauneberg entlang der B53 und der L48 im Frequenzblock (Kanal) 11A.

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DAB+ in Hamburg und Schleswig-Holstein: Klassik Radio schaltet UKW ab und wechselt vollständig auf DAB+ 

Ab 1. Juni 2026 sendet Klassik Radio in Hamburg und Schleswig-Holstein nur noch digital. An diesem Tag stellt Klassik Radio seine landesweite UKW-Verbreitung in Schleswig-Holstein sowie die Hamburger Frequenz auf 98,1 MHz ein. 

Der bundes­weite Privat­sender Klassik Radio gestaltet seit mehr als einem Jahr­zehnt aktiv die digitale Zukunft des Radios. Seit 2012 hat Klassik Radio mehr als 30 UKW-Frequenzen in Deutsch­land und Öster­reich abge­schaltet. In Hessen und Bayern läuft Klassik Radio heute bereits voll­ständig digital. 

Am 30. Juni 2026 folgt der nächste Schritt mit dem UKW-Ausstieg in Niedersachsen. 

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DAB+ Magazin: Viele helfen viel - DAB+ als Gemeinschaftsaufgabe

Von wegen Geniekult: Die Entstehung und der Erfolg des digitalen Radiostandards DAB+ sind das Ergebnis eines Zusammenspiels von vielen unterschiedlichen Beteiligten. Ingenieure, Verbände, Sender und die Medienpolitik - um nur einige zu nennen - waren notwendig, um DAB+ wahr werden zu lassen. Unser aktueller Magazinartikel verschafft Ihnen einen Überblick über die Hintergründe dieser Zusammenarbeit.  

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Aufschaltungen & Frequenzwechsel
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Das DAB+ Angebot wächst kontinuierlich. Es gibt über 300 regional unterschiedlich empfangbare DAB+ Programme, mehr als 100 davon exklusiv via DAB+. Führen Sie einen Sendersuchlauf durch, um von den aktuellen Aufschaltungen zu profitieren.
Portrait
Deutschlandfunk Nova

Deutschlandfunk Nova ist das junge Wissens‑ und Informationsradio von Deutschlandradio. Hier trifft moderne Pop‑ und Alternative‑Musik auf kluge Inhalte, die in die Tiefe gehen: von Politik und Gesellschaft über Wissenschaft bis hin zu Fragen des Alltags, die viele beschäftigen, aber selten so verständlich erklärt werden.

Der Sender richtet sich an ein neugieriges Publikum, das nicht nur berieselt werden möchte, sondern wissen will, was hinter den Schlagzeilen steckt. Beiträge werden eingeordnet, überraschende Perspektiven aufgezeigt und komplexe Themen so aufbereitet, dass man sie wirklich versteht – ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit Anspruch und Haltung.

Dazu kommen Podcasts, Interviews und Reportagen, die oft länger dranbleiben, wo andere schon längst abschalten.Deutschlandfunk Nova ist Radio für alle, die mehr wollen – mehr Wissen, mehr Hintergründe, mehr Substanz, ohne auf gute Musik zu verzichten.

Über DAB+ ist Deutschlandfunk Nova in ganz Deutschland zu empfangen.

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Zu gewinnen - Radio des Monats
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Pure Classic H4

Das neue Classic H4 erfüllt alle Erwartungen an ein Digitalradio. Mit leistungsstarkem 10-Watt-Einzellautsprecher genießen Sie überragenden Klang; einfachen Zugang zu einer Vielzahl von Sendern dank DAB+ und UKW. Mit Bluetooth 5.3, USB und AUX-Anschlüssen hören Sie Ihre Lieblingsmusik aus verschiedenen Quellen. Zeitlose Eleganz und raffinierte Farbvarianten passen perfekt in jedes Zuhause.

Sie wollen dieses Radio gewinnen? - Dann nehmen Sie an unserem Newsletter-Gewinnspiel teil, indem Sie hier klicken. 

Es war einmal das Radio - Rundfunkanekdoten
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Teures Vergnügen: 350 Milliarden Mark fürs Radiohören 

Die Geschichte mit der „350‑Milliarden‑Mark‑Radiolizenz“ gehört zu den kuriosesten Episoden aus der deutschen Rundfunkgeschichte, weil sie auf eindrucksvolle Weise zeigt, unter welchen extremen Bedingungen Radio in Deutschland überhaupt entstanden ist.

Als der Rundfunk am 29. Oktober 1923 in Berlin offiziell startete, war Radiohören keineswegs frei und selbstverständlich möglich, sondern streng geregelt. Wer zuhören wollte, musste sich bei der Post eine sogenannte „Hör‑Genehmigung“ besorgen, also eine offizielle Lizenz, die zur Nutzung des neuen Mediums berechtigte. Genau diese Genehmigung kostete zu diesem Zeitpunkt rund 350 Milliarden Reichsmark.

Dieser Betrag klingt heute völlig absurd, wirkt aber nur deshalb so extrem, weil er mitten in die Zeit der Hyperinflation 1923 fällt. In dieser Phase verlor die deutsche Währung innerhalb kürzester Zeit massiv an Wert, sodass Preise täglich – teilweise sogar stündlich – explodierten. Milliardenbeträge waren damals keine Ausnahme, sondern Alltag: Selbst einfache Lebensmittel kosteten Summen in dieser Größenordnung. 

Trotzdem war Radio damals keineswegs ein Massenmedium. Im Gegenteil: Nur eine sehr kleine Zahl an Menschen konnte überhaupt teilnehmen. Schätzungen gehen davon aus, dass zur Zeit der ersten Sendung nur wenige hundert Personen sowohl ein Empfangsgerät besaßen als auch eine gültige Lizenz hatten. 

Die strengen Regeln hatten auch einen historischen Hintergrund. Funktechnik war ursprünglich militärisch geprägt, und der Staat beanspruchte die Kontrolle über alle drahtlosen Übertragungen. Deshalb durfte man Radio anfangs nicht einfach „privat“ nutzen. Wer ohne Genehmigung hörte, galt als sogenannter „Schwarzhörer“ und bewegte sich damit in einer rechtlichen Grauzone oder sogar im illegalen Bereich. Das klingt aus heutiger Sicht ungewöhnlich, ist aber ein früher Vorläufer staatlicher Rundfunkregulierung und damit entfernt vergleichbar mit späteren Rundfunkgebühren – nur deutlich restriktiver organisiert.

Besonders paradox wird diese Episode, wenn man sich die technischen und organisatorischen Umstände der ersten Sendetage anschaut. Während der Staat also formell Milliardenbeträge für das Hören verlangte, war die Radiotechnik selbst noch hochgradig improvisiert. Der erste Sender wurde unter großem Zeitdruck mit vorhandenen Mitteln zusammengebaut, häufig unter Verwendung experimenteller Technik, die eigentlich noch aus dem Laborbetrieb stammte. Gleichzeitig war die gesamte Produktion von Unsicherheiten geprägt – von der Tonqualität bis zur Reichweite. Das Radio befand sich noch in einer Phase, in der vieles ausprobiert wurde und erst langsam Standards entstanden.

Gerade dieser Kontrast macht die Geschichte so anschaulich: Auf der einen Seite ein streng reguliertes, bürokratisch kontrolliertes System mit Genehmigungen und Gebühren, auf der anderen Seite ein junges, experimentelles Medium, das technisch und inhaltlich noch ganz am Anfang stand. Die „350 Milliarden Mark“ stehen deshalb symbolisch für einen Moment, in dem sich drei Dinge überschneiden: die wirtschaftliche Krise der Weimarer Republik, der Beginn einer technischen Revolution und der Versuch des Staates, ein völlig neues Kommunikationsmedium zu ordnen und zu kontrollieren.

Rückblickend wirkt das fast absurd, aber genau darin liegt der Reiz dieser Anekdote. Sie zeigt, dass das Radio in Deutschland nicht unter stabilen, geordneten Bedingungen entstanden ist, sondern in einer Phase massiver wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Unsicherheit – und sich trotzdem rasend schnell zu einem der wichtigsten Medien überhaupt entwickelte.

Über uns: Das Digitalradio Büro Deutschland mit Sitz in Berlin ist eine Gemeinschaftsinitiative des Vereins Digitalradio Deutschland. Mitglieder sind die ARD, Deutschlandradio, private Radioveranstalter, Gerätehersteller und Netzbetreiber, die sich zum Ziel gesetzt haben, Digitalradio DAB+ in Deutschland zu etablieren. Das Digitalradio Büro informiert die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten und die Einführung von DAB+ in Deutschland. Der Zugang zum Digitalradio Deutschland e.V. steht allen Marktteilnehmern offen, die sich für DAB+ engagieren. Weitere Informationen zu DAB+ unter: dabplus.de.
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